Anfragen über die eigene Seite
Die meisten Handwerksseiten enden in einem Kontaktformular mit drei Feldern.
Das ist die Stelle, an der die meisten Interessenten verloren gehen. Dieser Beitrag zeigt, warum das so ist und was stattdessen funktioniert.
Das Kontaktformular als Engstelle
Ein leeres Textfeld verlangt vom Interessenten eine Entscheidung: Was schreibe ich hier hinein und wie viel?
Die Unsicherheit führt zu zwei Ergebnissen. Entweder er schreibt drei Wörter, oder er schreibt gar nichts. Beides hilft Ihnen nicht.
Dazu kommt: Das Formular filtert nichts. Es gibt die Preisanfrage aus der Mietwohnung genauso weiter wie das Komplettbad. Die Arbeit des Sortierens landet vollständig bei Ihnen.
Ein Formular ist damit kein Werkzeug zur Auftragsgewinnung. Es ist ein Briefkasten.
Sechs geführte Schritte statt eines leeren Feldes
Eine Anfragestrecke stellt stattdessen kurze Einzelfragen. Erst die Leistung, dann das Objekt, dann der Umfang, dann der Zeitraum, dann das Eigentumsverhältnis, zuletzt die Erreichbarkeit.
Jeder Schritt ist in Sekunden beantwortet. Der Fortschritt ist sichtbar. Niemand muss überlegen, was er schreiben soll.
Wer dabei abbricht, war kein Auftrag. Das klingt hart, ist aber die eigentliche Leistung: Sie sehen diese Anfragen gar nicht erst.
Eine solche Strecke läuft live unter anfrage.emre-haustechnik.de. Sechs Schritte, keine Anmeldung, kein Konto.
Was das für den Betrieb ändert
Der erste Rückruf beginnt nicht mehr bei null. Sie kennen Vorhaben, Objekt und Zeitraum, bevor Sie wählen.
Das verkürzt das Gespräch und verändert seinen Charakter. Sie fragen nicht ab, Sie sprechen über die Lösung. Der Interessent merkt den Unterschied sofort.
Und die Anfragen gehören Ihnen. Sie entstehen auf Ihrer Seite, unter Ihrem Namen. Kein zweiter Betrieb bekommt dieselbe Nachricht.
Emre Haustechnik hat auf diesem Weg 10 qualifizierte Anfragen in rund sechs Wochen bekommen, rund 50.000 € Auftragsvolumen. Der Betrieb hat selbst entschieden, welche Aufträge er annimmt.
Was auf der Seite stehen muss, bevor gefragt wird
Bevor jemand sechs Fragen beantwortet, will er wissen, mit wem er es zu tun hat.
Vier Angaben entscheiden darüber. Welche Leistungen Sie erbringen. In welchem Gebiet Sie arbeiten. Wer hinter dem Betrieb steht. Und wie schnell er mit einer Antwort rechnen kann.
Diese vier Punkte gehören nach oben, nicht in ein Untermenü. Wer sie sucht, findet sie nicht — er geht zurück und ruft woanders an.
Auffällig ist, was hier nicht steht: Auszeichnungen, Zertifikate und Jahreszahlen. Die helfen im Gespräch. Sie entscheiden aber nicht darüber, ob jemand überhaupt fragt.
Häufige Fehler beim Umbau
Zu viele Schritte. Ab etwa acht Fragen steigt die Abbruchquote deutlich. Sechs sind ein guter Rahmen.
Pflichtfelder, die niemand beantworten kann. Wer nach dem genauen Wärmebedarf fragt, verliert jeden, der ihn nicht kennt.
Kein Hinweis, wie es weitergeht. Nach dem Absenden gehört ein Satz auf den Bildschirm: wer sich meldet und wann.
Das alte Formular bleibt daneben stehen. Dann nutzt die Hälfte weiter den bequemeren Weg und Sie haben zwei Eingänge statt einem.
Diese vier Punkte kosten mehr Anfragen als jede Gestaltungsfrage.
- Wärmepumpen-Anfragen gewinnenWas eine belastbare Wärmepumpen-Anfrage ausmacht und wie Sie unpassende Projekte vor dem Rückruf aussortieren.
- Erstgespräch — Ablauf und ZweckIm Erstgespräch wird geklärt, ob eine Zusammenarbeit passt. Was besprochen wird und was der Betrieb mitbringen sollte.
- Anfragestrecke statt KontaktformularSechs geführte Schritte statt eines leeren Feldes. Wer abbricht, war nie ein Auftrag.
